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Kompetenz- und Leistungsprofil

BEI DER LÖSUNG GESELLSCHAFTLICHER PROBLEME

In ihrer 20-jährigen Geschichte hat die Jugendwerkstatt immer mehr Kompetenzen erworben, Menschen beim beruflichen (Wieder-)Einstieg zu unterstützen. Die Kompetenzen beziehen sich auf eine breite Spanne von Arbeitsgebieten:
Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, außerbetriebliche Ausbildung, qualifizierende Beschäftigung, Fort- und Weiterbildung.
Mit ihren Erfolgsquoten beim Bestehen der Gesellenprüfungen und der Vermittlung in Arbeits- oder Ausbildungsplätze regionaler Unternehmen liegt die Jugendwerkstatt deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Einrichtungen. Durch das Prinzip einer Integration von "Fördern und Fordern" realisiert die Jugendwerkstatt für ihre Teilnehmer/-innen ihr Motto "Chancen entdecken - Zukunft eröffnen"


BEIM UMGANG MIT DEN IHR ANVERTRAUTEN MENSCHEN

In sehr konkreter Umsetzung der biblischen Rechtfertigungslehre fragen wir nicht nach Fehlern und Misserfolgen der Vergangenheit, sondern nach Zielen, Fähigkeiten, Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft. Wir setzen an den Stärken an und entwickeln diese gemeinsam mit den Teilnehmer/-innen. In unseren Werkstätten und Einrichtungen ist ein Klima der Akzeptanz und der Wertschätzung von Menschen zu spüren. Nur in einem solchen Vertrauen kann Hilfe angenommen werden.


 

BEIM UMGANG MIT MATERIELLEN RESSOURCEN

In ihrer 20-jährigen Geschichte hat sich die Jugendwerkstatt im Gegensatz zu anderen Einrichtungen vergleichbarer Funktion nie finanziell übernommen. Dennoch hat es noch keine Personalentlassung wegen finanzieller Engpässe geben müssen.

Die Jugendwerkstatt ist mit ihren Ansprüchen, was Besoldung der Mitarbeiter/innen, aber auch materieller Ausstattung angeht, immer besonders bescheiden gewesen.

 

Sie hat sich erfolgreich bemüht, dies durch menschliche Zuwendung zu kompensieren. Arbeitslose Jugendliche erleben so bei ihrer Qualifizierung sehr real, dass nicht einfach alles vorhanden oder zu ihrer Verfügung ist. Auch Arbeitsmittel und -ausstattung müssen erarbeitet und vieles kann auch selbst hergestellt werden. Dies und die Erfahrung, dass mit Improvisation, Kreativität, gemeinsamem Einsatz und Beharrlichkeit voranzukommen ist und Ziele erreicht werden, ist nicht nur "aus der Not eine Tugend" gemacht, sondern als solches ein sinnvolles pädagogisches Prinzip - zumal für Menschen, deren persönlicher materieller Spielraum auch eher eingeschränkt ist.

Recycling, die Wiederverwertung und der Wiedergebrauch der Materialien war von Anfang an tragendes Prinzip der Jugendwerkstatt. Vor jeder Neuanschaffung von Materialien, Geräten, Maschinen und Einrichtungsgegenständen wird zuerst die Alternative einer Wiederverwertung geprüft und nach Möglichkeit realisiert.


BEI DER SCHONUNG UND BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

Das Recyclingprinzip basiert auf dem Wunsch, Schöpfung zu bewahren, zu pflegen und zu erhalten, anstatt sie zu konsumieren und zu zerstören. Durch die Möglichkeit, alte Fahrräder, Möbel und Textilien über die Jugendwerkstatt wieder einer Verwendung zuzuführen, zeigen wir Menschen in den Gemeinden unseres Umfeldes sehr konkrete Wege zu ökologisch sinnvollem Verhalten. Durch energiesparende Wärmedämmung, trinkwassersparende Verwendung von Niederschlagswasser, Nutzung von Solarenergie zur Erwärmung von Brauchwasser und zurn Stromerzeugung sowie besonders die ausschließliche Nutzung von Althölzern nicht nur zur eigenen Wärmegewinnung, sondern auch noch zur Einspeisung in das Fernwärmenetz, wirken wir zugleich beispielhaft für Kirche und Gesellschaft.


BEI SANIERUNG, BAU UND AUSBAU

Diese Kompetenzen kamen insbesondere bei den Erweiterungsbauten des Möbel-Recycling-Zentrums zum Einsatz. Diese Neubauten mit ca. 1.500 m⊃2; Nutzfläche enthalten nicht ein Fenster, nicht eine Tür, nicht einen Heizkörper, der nicht schon anderweitig im Einsatz war. Auch bei der Herrichtung der neuen Werkstätten wird nach diesem Prinzip verfahren. Durch die Kompetenz zur Nutzung der eigenen Kräfte war es möglich, ca. 35 Prozent der konventionellen Kosten einzusparen.

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